Definition und Zweck:
Plug & Play (P&P), zu Deutsch „Einstecken und Loslegen“, ist ein Konzept aus der IT, das in der industriellen Automatisierung als Standardisierung-Ziel für Modulare Produktion und Feldgeräte übernommen wurde. Es beschreibt die Fähigkeit eines Steuerungssystems, eine neu angeschlossene Hardware-Komponente (I/O-Modul, Sensor, Antriebsregler) automatisch zu erkennen, zu identifizieren und ohne manuelle Konfiguration oder mit minimalem Aufwand in Betrieb zu nehmen.
Ziel ist die Vereinfachung der Inbetriebnahme, die Reduzierung von Engineering-Kosten und die Ermöglichung flexibler, adaptiver Fertigungs-Konzepte (Plug & Produce).
Relevante Technologien:
- IO-Link: Ermöglicht die automatische Parametrierung von Sensoren und Aktoren über digitale Kommunikation.
- Feldbus/Industrial Ethernet: Protokolle wie EtherCAT und PROFINET haben Mechanismen zur automatischen Geräteerkennung und Adressierung.
- MTP (Module Type Package): Definiert eine digitale Beschreibung für Module, die von einem PLS automatisch eingelesen wird.
- One Cable Technology (OCT): Die digitale Kommunikation im OCT-Kabel erlaubt die automatische Erkennung des Motor.
→ Siehe auch: Modulare Produktion, MTP (Module Type Package), Inbetriebnahme, IO-Link, Konfiguration, Interoperabilität

