Definition und Topologie:
Ein Mesh-Netzwerk (Vermaschtes Netz) ist eine Netzwerk-Topologie, bei der die einzelnen Geräte (Knoten) direkt oder indirekt mit mehreren anderen Knoten im Netzwerk verbunden sind. Im Gegensatz zu einer einfachen Linien- oder Stern-Topologie gibt es beim Mesh-Netzwerk viele alternative Pfade für die Datenübertragung von einem Punkt zum anderen.
Man unterscheidet:
- Vollvermascht (Full Mesh): Jeder Knoten ist direkt mit jedem anderen Knoten verbunden (sehr hohe Redundanz, aber teuer und komplex).
- Teilvermascht (Partial Mesh): Nur kritische Knoten sind redundant verbunden, während andere Knoten eine einfachere Struktur aufweisen (häufiger in der Industrie).
Vorteile in der industriellen Kommunikation:
- Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit: Der größte Vorteil ist die hohe Redundanz. Fällt ein Knoten oder ein Kommunikationspfad aus, wird der Datenverkehr automatisch über einen alternativen Weg umgeleitet.
- Hohe Skalierbarkeit: Das Hinzufügen neuer Knoten erhöht die Gesamtkapazität.
- Drahtlose Kommunikation:Mesh-Netzwerke sind die Grundlage für robuste Drahtlose Kommunikation-Systeme (z.B. in der Feldkommunikation, 5G), da sie die Funkabdeckung und Stabilität verbessern.
- Fehlererkennung: Einfachere Identifizierung fehlerhafter Verbindungen.
Mesh-Netzwerke sind aufgrund der Komplexität in der Regel teurer und schwieriger zu warten, sind aber für kritische, großflächige oder mobile Kommunikationsanforderungen (FTS) oft die beste Wahl.
→ Siehe auch: Drahtlose Kommunikation, Redundanz, Zuverlässigkeit, Feldbus, Datenübertragung, Fahrerloses Transportsystem (FTS)

