Definition und Zweck:
Der Überspannungsschutz ist eine Vorrichtung oder eine Schaltung, die elektronische und elektrische Geräte vor kurzzeitigen, sehr hohen Spannungsspitzen (Transienten) schützt. Diese Spitzen können durch Blitzeinschläge in der Nähe, Schaltvorgänge von großen Lasten (Motoren, Schütze) oder Fehler im Netz entstehen.
Ein effektiver Überspannungsschutz ist eine kostengünstige Maßnahme zur drastischen Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit und der Lebensdauer von Automatisierungskomponenten (SPS, Frequenzumrichter, Sensoren).
Typen und Implementierung:
- Ableiter: Grobe (Blitzschutz) und feine (Fein-Schutz) Ableiter werden an der Spannungsversorgung, den I/O-Modulen und den Kommunikationsleitungen installiert.
- Schutzdioden: Dienen dem integrierten Überspannungsschutz innerhalb der elektronischen Komponenten.
- Kaskade: Ein mehrstufiges Schutzkonzept (grob, mittel, fein) ist für einen umfassenden Überspannungsschutz notwendig.
→ Siehe auch: Spannung, Spannungsversorgung, Fehlerstromschutzschalter, Anlagenverfügbarkeit, Lebensdauer, Transformator

