Definition und Prozess:
Pick-and-Place (Aufnehmen und Platzieren) ist ein grundlegender und weit verbreiteter Handhabungsprozess in der automatisierten Fertigung und Intralogistik. Er beschreibt den Zyklus, bei dem ein Roboter, ein Handhabungsgerät oder ein linearer Aktor ein Objekt an einer bestimmten Startposition aufnimmt (Pick) und es an einer definierten Zielposition ablegt (Place).
Der Prozess erfordert hohe Präzision, Wiederholgenauigkeit und Geschwindigkeit, um eine hohe Taktfrequenz (Produktivität) zu erreichen.
Schlüsseltechnologien:
- Robotik: Einsatz von schnellen Delta-Robotern, SCARA- oder Knickarmrobotern.
- Bildverarbeitung (Machine Vision):Bildverarbeitung und 3D-Vision zur genauen Lokalisierung der Teile (Bin Picking) und zur Qualitätskontrolle vor dem Aufnehmen.
- Endeffektor: Einsatz von spezialisierten Greifern (mechanisch, Vakuum) oder Vakuumsaugern (VTEM).
- Motion Control: Hochdynamische Servosysteme (ACOPOS, Lexium Servosysteme) zur Einhaltung kurzer Zykluszeiten.
Anwendungsbereiche:
- Montage: Zuführen von Kleinteilen in den Montageprozess.
- Verpackungsmaschinen: Bestücken von Kartons mit Produkten.
- Elektronikfertigung: Platzieren von Komponenten auf Leiterplatten (Bestückungsautomaten).
→ Siehe auch: Robotik, Bildverarbeitung (Machine Vision), 3D-Vision, Endeffektor, VTEM Motion Terminal, Knickarmroboter

