Definition und Bedeutung:
Ein Operand ist in der Programmierung (insbesondere in der SPS-Programmierung und bei maschinennahen Sprachen) ein Wert oder eine Adresse, auf die eine Operation angewendet wird. Operanden sind die „Objekte“ oder „Daten“, mit denen ein Befehl arbeitet, um ein Ergebnis zu erzeugen.
Operationen benötigen in der Regel einen oder mehrere Operanden. Man unterscheidet oft zwischen einem Linksoperanden (der Wert, der zuerst genannt wird) und einem Rechtsoperanden (der Wert, der danach genannt wird), besonders bei binären Operationen (die zwei Operanden benötigen).
Beispiele in der SPS-Programmierung:
- Arithmetische Operationen (z.B. Addition):
Ergebnis := Wert1 + Wert2;- Hier sind `Wert1` und `Wert2` die Operanden der Additionsoperation.
- Logische Operationen (z.B. UND):
Ausgang := Eingang_1 AND Eingang_2;- Hier sind `Eingang_1` und `Eingang_2` die Operanden der UND-Verknüpfung.
- Zuweisungsoperationen:
VariableA := 10;- Hier ist `10` der Operand, der der Variable `VariableA` zugewiesen wird.
- Lade-/Speicheroperationen (AWL/IL):
LD Merker10.0;(Operand ist `Merker10.0`)ST Ausgang_Lampe;(Operand ist `Ausgang_Lampe`)
Operanden können verschiedene Formen annehmen:
- Variablen: Speicherplätze, die sich ändern können.
- Konstanten: Feste Werte.
- Direkte Adressen: Physikalische E/A-Adressen oder Speicheradressen.
- Rückgabewerte von Funktionen: Das Ergebnis einer anderen Operation.
Das Verständnis von Operanden ist grundlegend für das Lesen, Schreiben und Debuggen von SPS-Programmen, da es die Bausteine sind, mit denen die Steuerungslogik arbeitet.
→ Siehe auch: Operation, Variable, Konstante, Anweisung, SPS-Programmierung, Datentyp

