Definition und Ziel:
GAIA-X ist ein groß angelegtes europäisches Projekt, das den Aufbau einer föderierten, offenen und sicheren Cloud- und Dateninfrastruktur für Europa zum Ziel hat. Es wurde ins Leben gerufen, um eine europäische Alternative zu den großen, US-amerikanischen und chinesischen Cloud-Anbietern zu schaffen.
Das primäre Ziel ist die Wiederherstellung der Datensouveränität: Unternehmen und Organisationen sollen die vollständige Kontrolle darüber behalten, wo ihre Daten gespeichert sind, wie sie verarbeitet werden und wer darauf zugreifen darf.
Merkmale und Relevanz für die Industrie:
- Datensouveränität: Gewährleistet, dass europäische Regeln (DSGVO) und Standards eingehalten werden.
- Interoperabilität und Offenheit: Fördert die Vernetzung von Datenplattformen und -speichern über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg (Data-Spaces).
- Cloud-Computing und Edge: Deckt die gesamte Bandbreite von zentralem Cloud-Computing bis zu dezentralem Edge-Computing ab.
- Big Data: Schafft die technische und rechtliche Grundlage für den vertrauensvollen Austausch und die Analyse industrieller Big Data (Data Analytics) im Sinne der Industrie 4.0.
- Geschäftsmodell: Ermöglicht die Entwicklung neuer datenbasierter, europäischer Geschäftsmodelle.
GAIA-X ist ein politisch und wirtschaftlich motiviertes Projekt, das die digitale Unabhängigkeit Europas und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie stärken soll.
→ Siehe auch: Datensouveränität, Cloud-Computing, Interoperabilität, Big Data, Cybersicherheit, Industrie 4.0

