Definition und Funktion:
Eine Funktion (FC – Function) ist ein elementarer, wiederverwendbarer Programmbaustein in der SPS-Programmierung (z.B. in STEP 7 oder Studio 5000). Sie ist in der Norm IEC 61131-3 definiert und zeichnet sich dadurch aus, dass sie keinen internen Speicher (keinen Instanzdatenbaustein) besitzt.
Eine Funktion führt eine definierte Operation aus (z.B. eine mathematische Berechnung, einen Vergleich, eine Datenkonvertierung) und liefert ein Ergebnis an den aufrufenden Baustein zurück.
Wesentliche Merkmale:
- Speicherlos: Eine Funktion speichert keine Zustände (Merker) oder Variablenwerte zwischen zwei Aufrufen; sie ist „zustandslos“.
- Parameterübergabe: Sie wird mit Eingangs-Parametern aufgerufen und liefert genau einen Ausgangswert (Rückgabewert) zurück.
- Wiederverwendbarkeit: Sie kann beliebig oft im Programm aufgerufen werden, wobei jeder Aufruf unabhängig ist.
- Standardfunktionen: Einfache Funktion sind in der SPS-Software bereits integriert (z.B. ADD, SUB, SQRT, Konvertierungen).
- Anwendungsbereich: Ideal für einfache Algorithmen und Konvertierungsroutinen.
Abgrenzung zum Funktionsbaustein:
Der Funktionsbaustein (FB) besitzt einen internen Speicher (Instanz-DB) und kann somit Zustände speichern und zeitabhängige Operationen durchführen (z.B. Zeitglied, Zähler, Regler).
→ Siehe auch: Funktionsbaustein (FB), SPS-Programmierung, Parameterübergabe, Zeitglied, SPS, STEP 7, Studio 5000

