Definition und Zweck:
Fehlermanagement (Fault Management) ist ein systematischer Prozess zur Handhabung aller Arten von Fehlern und Störungen, die in einem automatisierten System auftreten können. Es umfasst die Schritte:
- Fehlererkennung (Was ist passiert?).
- Diagnose (Warum ist es passiert?).
- Priorisierung (Wie kritisch ist es?).
- Protokollierung (Audit Trail).
- Klassifizierung (Welche Art von Fehler?).
- Behebung (Fehlersuche und Wiederanlauf).
Ziel ist es, die Anlagenverfügbarkeit zu maximieren, die Stillstandszeit zu minimieren und den Prozess der Fehlersuche zu beschleunigen und zu vereinfachen.
Komponenten des Fehlermanagements:
- Alarmmanagement: Zeigt Fehler visuell und akustisch an und steuert die Quittierung.
- Meldemanagement: Erfasst und archiviert alle Meldungen, einschließlich der nicht-kritischen.
- Audit Trail: Revisionssichere Aufzeichnung der Fehler und aller Bedieneraktionen.
- Integrierte Diagnose: Nutzung der Diagnoseinformationen von SPS, Feldbussen und Antriebstechnik.
- Disaster Recovery: Strategien für die Wiederherstellung nach kritischen Ausfällen.
Ein effizientes Fehlermanagement ist ein Zeichen für eine ausgereifte Robuste Steuerung und trägt wesentlich zur Produktivität bei.
→ Siehe auch: Alarmmanagement, Meldemanagement, Fehlersuche, Anlagenverfügbarkeit, Stillstandszeit, Audit Trail

