Definition und Zweck:
Ein Engineering-Tool (oder Engineering-Software, Entwicklungsumgebung) ist eine umfassende Software-Suite, die von Ingenieuren zur Entwicklung, Konfiguration, Programmierung, Inbetriebnahme, Diagnose und Wartung von Automatisierungssystemen eingesetzt wird. Es dient als zentrale Arbeitsplattform für alle Phasen des Projektmanagement und der Systemintegration.
Das Hauptziel ist die effiziente und fehlerfreie Erstellung komplexer Automatisierungslösungen.
Wesentliche Funktionen:
- Konfiguration: Grafische oder textbasierte Einrichtung der Hardware (z.B. SPS-Module, Feldbusse, I/O-Module).
- SPS-Programmierung: Editoren und Compiler für die verschiedenen Sprachen (z.B. ST, KOP, AS).
- Visualisierung: Erstellung der Benutzeroberfläche (HMI/SCADA).
- Motion Control: Parametrierung und Bahnplanung von Achsen und Robotern (ACOPOS, Lexium Servosysteme).
- Debugging und Simulation: Tools zur Fehleranalyse und virtuellen Inbetriebnahme.
- Multiuser Engineering: Ermöglicht die gleichzeitige Arbeit mehrerer Entwickler an einem Projekt (Git-Integration).
Beispiele:
Führende Engineering-Tools sind z.B. Siemens TIA Portal (STEP 7, SIMATIC WinCC Unified), B&R Automation Studio, Beckhoff TwinCAT und Rockwell Studio 5000.
→ Siehe auch: SPS-Programmierung, Konfiguration, Inbetriebnahme, Debugging, Multiuser Engineering, SPS, Simulation

