Definition und Funktion:
Ein Kapazitiver Sensor ist ein elektronischer Sensor, der berührungslos und verschleißfrei Objekte detektiert, indem er eine Veränderung seiner elektrischen Kapazität misst. Er gehört zur Gruppe der Näherungsschalter und liefert ein digitales Signal (EIN/AUS).
Im Gegensatz zum Induktiver Sensor ist der Kapazitiver Sensor in der Lage, sowohl metallische als auch nicht-metallische Objekte zu erfassen, einschließlich Flüssigkeiten, Pulver, Kunststoffe oder Glas. Seine aktive Fläche erzeugt ein kapazitives Feld; nähert sich ein Objekt mit einer höheren Dielektrizitätskonstante als Luft diesem Feld, ändert sich die Kapazität, was der Sensor auswertet.
Merkmale und Eigenschaften:
- Detektionsmaterial: Metalle und Nicht-Metalle (Kunststoffe, Flüssigkeiten).
- Schaltabstand: Meist geringer als beim Induktiver Sensor (wenige Millimeter bis Zentimeter).
- Einsatzbereich: Besonders geeignet für die Füllstandsüberwachung durch nicht-metallische Behälterwände hindurch.
- Präzision: Die Genauigkeit ist abhängig von der Dielektrizitätskonstante des Materials.
Anwendungsbereiche:
- Füllstandsüberwachung: Erfassung von Füllständen in Tanks, Silos (z.B. Kunststoffgranulat).
- Objekterkennung: Erkennung von Papier, Holz, Glas, Kunststoffen, z.B. in der Verpackungsmaschinen.
- Doppelblechkontrolle: Erkennung, ob sich zwei Bleche übereinander befinden.
→ Siehe auch: Induktiver Sensor, Optischer Sensor, Sensor, Eingang (SPS), Kunststoffverarbeitung

