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OB (Organisationsbaustein) Definition im Glossar von SPS-Profis.de

Definition und Zweck:
Ein OB (Organisationsbaustein, engl. Organization Block) ist ein spezieller Typ von Programmbaustein in der SPS-Programmierung, insbesondere bei Siemens SIMATIC-Steuerungen. Er bildet die Schnittstelle zwischen dem Betriebssystem (Operating System) der SPS und dem Anwenderprogramm.

Organisationsbausteine werden vom Betriebssystem der SPS zu bestimmten Anlässen oder Ereignissen automatisch aufgerufen. Sie dienen dazu, den Programmfluss zu steuern, auf Systemereignisse zu reagieren und eine strukturierte Abarbeitung des Anwenderprogramms zu gewährleisten.

Typische Organisationsbausteine (Beispiele bei Siemens):

  • OB 1 (Zyklus-OB): Der wichtigste Organisationsbaustein. Er wird vom Betriebssystem zyklisch und kontinuierlich aufgerufen. Hier wird das eigentliche Hauptprogramm der Steuerung abgelegt. Die Ausführungszeit von OB 1 ist die maßgebliche Zykluszeit der SPS.
  • OB 100 (Anlauf-OB): Wird einmalig beim Warmstart der SPS aufgerufen. Ideal für Initialisierungsroutinen, in denen Variablen auf Startwerte gesetzt oder Systemkomponenten vorbereitet werden.
  • OB 121 (Programmierfehler-OB): Wird aufgerufen, wenn ein Programmierfehler (z.B. Division durch Null, Speicherzugriffsfehler) im Anwenderprogramm auftritt. Ermöglicht eine kontrollierte Fehlerreaktion.
  • OB 122 (E/A-Zugriffsfehler-OB): Wird aufgerufen, wenn ein Fehler beim Zugriff auf ein E/A-Modul auftritt (z.B. Modul defekt, Drahtbruch).
  • Zeitalarm-OBs (z.B. OB 10, OB 20, OB 30): Werden in festen, vom Anwender parametrierbaren Zeitintervallen aufgerufen (z.B. jede 100 ms). Für zeitgesteuerte Aufgaben.
  • Prozessalarm-OBs (z.B. OB 40): Werden bei Prozessalarmen aufgerufen (z.B. positive/negative Flanke an einem schnellen Eingang).

Relevanz in der Automatisierung:
Organisationsbausteine sind fundamental für die Stabilität, Robustheit und das korrekte Anlaufverhalten von SPS-Programmen:

  • Programmflusssteuerung: Definieren die Reihenfolge und den Zeitpunkt der Programmausführung.
  • Fehlerbehandlung: Ermöglichen die Implementierung von Fehlerbehandlungsroutinen, die auf kritische Systemereignisse reagieren.
  • Anlaufverhalten: Steuern das Verhalten der SPS und der Anlage nach einem Start oder Spannungsausfall.
  • Echtzeitfähigkeit: Ermöglichen die Bearbeitung von zeitkritischen Aufgaben über dedizierte OBs.
  • Diagnose: Einträge in den Diagnosepuffern verweisen oft auf Fehler in spezifischen OBs.

Das Verständnis von Organisationsbausteinen ist unerlässlich für jeden SPS-Programmierer, um robuste und zuverlässige Automatisierungssoftware zu entwickeln.

→ Siehe auch: Baustein, SPS, SPS-Programmierung, Zyklus, Initialisierung, Fehlerbehandlungsroutine

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