Definition und Funktion:
Der Zwischenkreis ist ein zentrales Element in der Architektur von modernen Frequenzumrichtern und Servoverstärkern. Er ist der Gleichspannungskreis (DC-Bus), der zwischen dem Eingangsgleichrichter und dem Ausgangswechselrichter liegt.
Seine Hauptfunktion ist die Speicherung und Pufferung der elektrischen Energie, die nach der Gleichrichtung des Eingangs-Wechselstroms (Spannung) entsteht. Im Zwischenkreis wird die Energie bereitgestellt, die der Wechselrichter benötigt, um den Motor mit variabler Frequenz und Spannung zu speisen.
Relevanz in der Motion Control:
- Generatorischer Betrieb: Beim Bremsen des Motors (generatorischer Betrieb) wird Energie in den Zwischenkreis zurückgespeist. Diese Energie muss entweder verbraucht (Bremswiderstand) oder ins Netz zurückgespeist werden.
- Energieeffizienz: In Multi-Achsen-Systemen (ACOPOS multi) können mehrere Servoverstärker an einem gemeinsamen Zwischenkreis betrieben werden. So kann die Bremsenergie des einen Motors direkt für die Beschleunigung eines anderen Motors verwendet werden (Energieaustausch), was die Energieeffizienz erhöht.
- Überspannungsschutz: Der Zwischenkreis ist anfällig für Überspannung (DC-Überspannung), die durch Bremsvorgänge entsteht, weshalb Überspannungsschutz-Maßnahmen notwendig sind.
→ Siehe auch: Frequenzumrichter, Servomotor, ACOPOS, Generatorischer Betrieb, Energieeffizienz, Überspannungsschutz, Speicher

