Definition und Zweck:
Ein Zustandsautomat (State Automaton) ist ein abstraktes mathematisches Modell, das die Logik eines Systems oder eines Prozesses durch die Definition von Zuständen und den Regeln für den Übergang zwischen diesen Zuständen beschreibt. Es ist die formale Grundlage für die Zustandsmaschine (State Machine) in der Programmierung.
Das Modell wird verwendet, um das Verhalten komplexer, ereignisgesteuerter Systeme zu spezifizieren, zu implementieren und zu verifizieren.
Elemente:
- Zustände: Definierte Situationen, in denen das System verharren kann (z.B. „Motor AUS“, „Wartet auf Teil“, „Reinigen“).
- Ereignisse/Eingänge: Signale, die einen Zustandswechsel auslösen (Eingangssignal, Timerablauf).
- Übergänge (Transitionen): Regeln, die festlegen, wann das System von Zustand A zu Zustand B wechselt.
- Aktionen/Ausgänge: Befehle, die beim Eintreten eines Zustands oder Übergangs ausgelöst werden (Ausgang, Aktor-Steuerung).
Relevanz in der Automatisierung:
Die Ablaufsprache (AS/SFC) basiert direkt auf dem Zustandsautomaten-Prinzip und ist ideal für die strukturierte SPS-Programmierung von sequenziellen Abläufen (Diskreter Prozess).
→ Siehe auch: Zustandsmaschine, Ablaufsprache (AS), SPS-Programmierung, Diskreter Prozess, Steuerung

