Definition und Zweck:
Die Stationäre Genauigkeit (oder Beharrungsgenauigkeit) ist ein Qualitätskriterium der Regelungstechnik. Sie beschreibt die verbleibende bleibende Abweichung (die Regeldifferenz) zwischen dem gewünschten Sollwert und dem tatsächlich erreichten Istwert (Regelgröße), nachdem sich der Regelkreis eingeschwungen hat (also keine dynamischen Vorgänge mehr ablaufen).
Eine hohe Stationäre Genauigkeit bedeutet, dass der Istwert sehr nah am Sollwert liegt, was auf eine hohe Präzision der Prozessregelung hindeutet. Im Idealfall ist die Stationäre Genauigkeit Null.
Regler und Genauigkeit:
- P-Regler: Haben typischerweise eine bleibende Stationäre Genauigkeit (Regelabweichung).
- PI- und PID-Regler: Durch den Integral-Anteil (Anti-Windup) wird die Stationäre Genauigkeit im Idealfall auf Null reduziert, da der Regler die bleibende Abweichung über die Zeit aufintegriert.
- CNC und Motion: Für CNC-Maschinen und Achsen ist eine extrem hohe Stationäre Genauigkeit (im Mikrometerbereich) zwingend erforderlich (Determinismus).
→ Siehe auch: Regelgröße, Prozessregelung, Regelkreis, Determinismus, CNC (Computerized Numerical Control), Regeldifferenz

