Definition und Zweck:
Eine Rezeptur (oder Formel) ist ein strukturierter Datensatz, der alle variablen Sollwerte, Parameter, Mengen, Zeitdauern und sequenziellen Anweisungen enthält, die zur Herstellung eines spezifischen Produkts oder einer Charge benötigt werden. Sie definiert die genauen Prozessbedingungen, unter denen ein Produkt die erforderliche Qualität erhält.
Die Rezeptur ist ein zentrales Element im Chargenmanagement und in der Modulare Produktion, da sie es ermöglicht, schnell zwischen verschiedenen Produktvarianten zu wechseln (Produktionsflexibilität).
Speicherung und Verwaltung:
- Verwaltung: Die Verwaltung der Rezeptur erfolgt typischerweise durch MOM/MES-Systeme oder im Prozessleitsystem (PLS) (SIMATIC WinCC Unified, zenon).
- Ausführung: Die SPS führt die Rezeptur schrittweise aus und sendet die Sollwerte an die Prozessregelung.
- Dokumentation: Alle verwendeten Rezeptur-Parameter und Abweichungen werden im Audit Trail und in der Qualitätsdokumentation gespeichert (Rückverfolgbarkeit).
→ Siehe auch: Chargenmanagement, MOM (Manufacturing Operations Management), Prozessleitsystem (PLS), Rückverfolgbarkeit, Produktionsflexibilität

