Definition und Zweck:
Die Lebensdauer (Life Cycle oder Service Life) bezeichnet den Zeitraum, über den eine einzelne Komponente, eine Maschine oder eine gesamte Anlage zuverlässig funktioniert und die erwartete Leistung erbringt, bevor sie ersetzt, repariert oder außer Betrieb genommen werden muss. Sie ist eine Schlüsselmetrik für die Zuverlässigkeit und die Berechnung der Total Cost of Ownership (TCO).
Eng verbunden mit der Lebensdauer ist der Begriff MTBF (Mean Time Between Failures), die die durchschnittliche Zeit zwischen zwei Ausfällen angibt.
Einflussfaktoren und Optimierung:
- Betriebsbedingungen: Hohe Temperaturen (schlechtes Thermisches Management), Vibration, Feuchtigkeit oder chemische Einflüsse verkürzen die Lebensdauer drastisch.
- Design: Robuste Auslegung (Robuste Steuerung), Materialwahl und Qualität (Qualitätsmanagement) verlängern die Lebensdauer.
- Wartung:Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) und geplante Instandhaltung helfen, das Ende der Lebensdauer von Komponenten zu antizipieren und ungeplante Stillstandszeiten zu vermeiden.
- Technologischer Wandel: Bei Legacy-Systemen kann die technologische Veralterung dazu führen, dass die Lebensdauer künstlich verkürzt wird (fehlende Ersatzteile, fehlende Cybersicherheit-Updates).
→ Siehe auch: Total Cost of Ownership (TCO), Stillstandszeit, Zuverlässigkeit, Legacy-Systeme, Thermisches Management, AM8000

