Definition und Zweck:
Fehlersuche (Troubleshooting) ist der systematische Prozess zur Lokalisierung der tatsächlichen Ursache einer Störung oder eines unerwünschten Verhaltens in einer Maschine, einer Anlage oder einem SPS-Programm und deren Behebung. Ziel ist es, die Anlagenverfügbarkeit schnellstmöglich wiederherzustellen und die Stillstandszeit zu minimieren.
Die Fehlersuche in der Automatisierung erfordert die Kombination von Wissen über den physikalischen Prozess, die Elektrik, die Mechanik und die Software (SPS-Programmierung).
Methoden und Tools:
- Debugging: Softwareseitige Fehlersuche im SPS-Programm mit Engineering-Tools (Breakpoints, Beobachtungstabellen).
- Diagnose-Informationen: Auswertung des Alarmmanagements, des Audit Trails, der Diagnose-LEDs von I/O-Modulen und Feldbussen.
- Systematische Analyse: Anwendung von logischen Methoden (z.B. Ausschlussprinzip, 5-Why-Methode) zur Eingrenzung der Fehlerquelle (z.B. Ist es Sensor, Steuerung oder Aktor?).
- Dokumentation: Nutzung von Schaltplänen (CAD) und SPS-Programmierung-Dokumentation zur Verifikation der Soll-Funktion.
- Simulation: Nutzung von Simulations- oder Virtualisierung-Tools zur Reproduktion des Fehlers.
Effiziente Fehlersuche ist ein entscheidender Faktor für die Produktivität und ein Hauptziel der Schulung von Wartungs- und SPS-Programmierer/in.
→ Siehe auch: Debugging, Fehlermanagement, Stillstandszeit, Anlagenverfügbarkeit, SPS-Programmierung, Audit Trail

