Definition und Zweck:
Debugging (Fehlerbeseitigung oder Fehlerbereinigung) ist der systematische Prozess der Identifizierung, Lokalisierung, Analyse und Behebung von Fehlern (Bugs) in einem Software- oder Hardware-Code. Es ist ein fundamentaler Bestandteil der Softwareentwicklung und der Inbetriebnahme von Automatisierungssystemen.
Das Ziel des Debugging ist es, die Ursache eines unerwünschten Verhaltens oder eines Systemausfalls zu finden und den Code so zu modifizieren, dass das Problem dauerhaft behoben ist.
Debugging-Tools und -Techniken (SPS):
- Online-Verbindung: Die SPS-Programmierer/in verbindet das Engineering-Tool (Automation Studio, STEP 7, Studio 5000) mit der laufenden SPS.
- Beobachtungstabellen: Anzeigen und Verfolgen der aktuellen Werte von Variablen (Ausgangswert, Eingangswert) und Organisationsbaustein (OB)-Zuständen in Echtzeit.
- Forcen und Steuern: Temporäres Überschreiben von Eingangs- oder Ausgangs-Werten, um die Reaktion der Steuerung zu testen.
- Breakpoints: Setzen von Haltepunkten im Code, bei deren Erreichen die SPS anhält, um den Programmzustand schrittweise zu verfolgen.
- Schritt-für-Schritt-Ausführung (Single Stepping): Ausführen des Codes Anweisung für Anweisung, um den genauen Ablauf zu verfolgen.
- Fehlersuche und Diagnose: Analyse des Fehlerspeichers der SPS zur Ermittlung von System- oder Anwendungsfehlern.
→ Siehe auch: Fehlersuche, SPS-Programmierung, Engineering-Tool, Inbetriebnahme, Stillstandszeit, SPS, Studio 5000

