Definition und Zweck:
CNC steht für Computerized Numerical Control (Computergestützte Numerische Steuerung) und bezeichnet eine computerbasierte Steuerung von Werkzeugmaschinen (z.B. Fräs-, Dreh-, Schleif-, Laser- oder Erodiermaschinen). Die CNC-Steuerung interpretiert einen Satz von Befehlen (den sogenannten G-Code) und wandelt diesen in präzise Steuerbefehle für die einzelnen Achsen der Maschine um.
Das Hauptziel ist die hochpräzise, schnelle und wiederholgenaue Fertigung komplexer Werkstücke ohne manuelle Führung. CNC-Maschinen sind das Rückgrat der modernen Präzisionsbearbeitung und Kunststoffverarbeitung.
Funktionsweise und Komponenten:
- G-Code (RS-274): Die Programmierung der Maschine erfolgt über G-Code (geometrische und Verfahrbefehle) und M-Code (Maschinenfunktionen, z.B. Spindel ein/aus).
- Interpolation: Die CNC-Steuerung interpoliert die diskreten Befehle des G-Code zu einer kontinuierlichen Bahnplanung für die Achsen.
- Achsensteuerung: Präzise Steuerung der Achsen (Synchronmotor oder Servomotor) über Achsregler und Rückmeldesystem (Encoder) in einem Koordinatensystem.
- Rückmeldung und Korrektur: Die Steuerung überwacht kontinuierlich die Position und Geschwindigkeit der Achsen und korrigiert Abweichungen, um eine hohe Stationäre Genauigkeit zu gewährleisten.
→ Siehe auch: G-Code, Präzisionsbearbeitung, Achse, Bahnplanung, Koordinatensystem, Synchronmotor, Steuerung

