Definition und Funktion:
Ein Induktiver Sensor ist ein elektronischer Sensor, der metallische Objekte berührungslos und verschleißfrei detektiert. Er gehört zur Gruppe der Näherungsschalter und liefert ein digitales Signal (EIN/AUS).
Die Funktion basiert auf dem Prinzip der Induktion: Der Sensor erzeugt ein hochfrequentes elektromagnetisches Feld an seiner aktiven Fläche. Nähert sich ein metallisches Objekt diesem Feld, entstehen in diesem Objekt Wirbelströme, die dem Feld Energie entziehen. Der Sensor erkennt diese Energieentziehung und löst ein Schaltsignal aus, sobald der Abstand einen definierten Schaltpunkt unterschreitet.
Merkmale und Eigenschaften:
- Messprinzip: Detektiert nur Metalle (ferromagnetische und nicht-ferromagnetische).
- Schaltabstand: Sehr gering, typischerweise von 1 mm bis ca. 50 mm.
- Robustheit: Unempfindlich gegen Schmutz, Staub und Feuchtigkeit (solange die aktive Fläche nicht komplett bedeckt ist).
- Ausgang: Meist digitaler Eingangswert (PNP- oder NPN-Ausgang).
Anwendungsbereiche:
Der Induktiver Sensor ist der am häufigsten eingesetzte Sensor in der Fertigungsautomation und in Diskreten Prozessen:
- Positionserfassung: Endlagenerkennung von Zylindern, Schiebern und Achsen.
- Objekterkennung: Anwesenheitskontrolle von Metallteilen auf Förderbändern.
- Drehzahl– und Richtigkeitskontrolle: Erfassung von Zähnen an Zahnrädern.
→ Siehe auch: Kapazitiver Sensor, Optischer Sensor, Sensor, Eingang (SPS), Diskreter Prozess

