Definition und Funktion:
Der Arbeitsspeicher (oder Hauptspeicher, RAM – Random Access Memory) ist eine Komponente in Computersystemen, einschließlich SPS und Industrie-PC (IPC), die zur schnellen, temporären Speicherung von Daten dient. Im Gegensatz zu permanenten Speichern (Flash-Speicher bei SPS) gehen die Daten im Arbeitsspeicher verloren, wenn die Spannungsversorgung unterbrochen wird (flüchtiger Speicher).
Er ist das zentrale Medium, in dem der Programmcode (SPS-Programmierung, Betriebssystem (OS)) sowie alle Variablen, Puffer und Zwischenergebnisse abgelegt werden, während der Prozessor aktiv verarbeitet.
Relevanz in der Automatisierung:
- Zykluszeit: Die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers ist direkt entscheidend für die Performance und die Zykluszeit der SPS oder des Industrie-PC (IPC).
- Variablen und Daten: Er dient als Ablageort für alle aktuellen Eingangswert, Ausgangswert, Merker und Struktur-Daten, die die SPS im laufenden Zyklus benötigt.
- Speicherbedarf: Die Größe des Arbeitsspeichers bestimmt, wie komplex das SPS-Programmierung-Projekt, wie groß die Datenbank oder wie umfangreich die Multitasking-Anforderungen sein können.
- Multitasking: Bei Multitasking-Betriebssystemen trennt der Speicher die verschiedenen Programme, um eine störungsfreie Parallelität zu gewährleisten.
Ein ausreichend großer und schneller Arbeitsspeicher ist eine Grundvoraussetzung für die Zuverlässigkeit und Determinismus moderner Automatisierungssysteme.
→ Siehe auch: SPS, Industrie-PC (IPC), Speicher, Determinismus, Multitasking, Puffer

