Definition und Zweck:
Virtualisierung ist eine Technologie, die es ermöglicht, eine virtuelle (logische) Version einer Ressource zu erstellen, anstatt die physische Version direkt zu nutzen. Dies können virtuelle Server (Virtual Machines – VMs), Speichergeräte oder Netzwerke sein.
Im industriellen Umfeld ermöglicht Virtualisierung die Ausführung mehrerer Betriebssysteme oder Anwendungen auf derselben physischen Hardware. Dies erhöht die Produktionsflexibilität, die Ressourceneffizienz und die Disaster Recovery.
Anwendungsbereiche in OT:
- Konsolidierung: Reduzierung der Anzahl physischer Industrie-PCs, indem SPS-Runtime (Echtzeit) und HMI (Windows) auf derselben Hardware laufen.
- Disaster Recovery: Einfaches Backup und schnelle Wiederherstellung ganzer Systemimages.
- Cloud-Computing: Die Basis für alle IaaS-Dienste in der Cloud.
- Multi-Core-Architektur: Moderne IPCs nutzen Hypervisor, um Kerne für die SPS und Kerne für Windows zu trennen.
→ Siehe auch: Cloud-Computing, Industrie-PC (IPC), Disaster Recovery, Multi-Core-Architektur, Betriebssystem (OS), Ressourceneffizienz

