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Variablen Definition im Glossar von SPS-Profis.de

Definition und Zweck:
Variablen (engl. Variables) sind in der Programmierung (auch in der SPS-Programmierung) benannte Speicherplätze, die dazu dienen, Werte zu speichern, die sich während der Ausführung eines Programms ändern können. Sie sind die grundlegenden Bausteine, mit denen Daten in der SPS verarbeitet werden.

Jede Variable hat einen Namen (Symbol), einen Datentyp (der den Wertebereich und den Speicherbedarf festlegt) und einen Speicherort (Adresse) in der SPS. Das Hauptziel von Variablen ist es, die Datenhaltung zu organisieren und lesbaren Code zu ermöglichen.

Typen von Variablen in der SPS-Programmierung:
Variablen können nach ihrem Speicherort und ihrer Lebensdauer unterschieden werden:

  • Eingangs-/Ausgangsvariablen: Direkte Verbindung zu den physikalischen Ein- und Ausgängen der SPS (z.B. `Start_Taster`, `Motor_Pumpe`).
  • Merker (Interne Variablen): Temporäre Speicherplätze in der SPS, die keine direkte physikalische Verbindung haben und für Zwischenergebnisse oder Flags genutzt werden (z.B. `Motor_läuft_intern`).
  • Lokale Variablen: Variablen, die nur innerhalb eines bestimmten Programmbausteins (Funktion, Funktionsbaustein, Organisationbaustein) gültig sind. Sie werden bei jedem Aufruf des Bausteins neu initialisiert.
  • Globale Variablen: Variablen, die von jedem Programmbaustein aus zugänglich sind (oft in Global-Datenbausteinen abgelegt).
  • Instanzvariablen: Variablen, die zu einer spezifischen Instanz eines Funktionsbausteins gehören und in dessen Instanz-Datenbaustein gespeichert werden.
  • Retain-Variablen (Remanente Variablen): Spezielle Variablen, deren Werte auch nach einem Spannungsausfall oder Neustart der SPS erhalten bleiben.

Relevanz in der Automatisierung:
Variablen sind das Herzstück jedes SPS-Programms:

  • Datenhaltung: Speicherung von Prozesswerten, Zählerständen, Timern, Sollwerten, Alarmstatus.
  • Logik: Werden in logischen Verknüpfungen und Berechnungen verwendet.
  • Kommunikation: Austausch von Daten zwischen Programmteilen oder anderen Systemen.
  • Debugging: Ihre Werte können im Online-Modus beobachtet werden, um den Programmfluss zu verfolgen.
  • Strukturierung: Eine klare Variablendeklaration und Benennung verbessert die Lesbarkeit.

Die korrekte Deklaration und Verwendung von Variablen, unter Berücksichtigung ihres Datentyps und Scopes, ist entscheidend für die Qualität und Effizienz von SPS-Programmen.

→ Siehe auch: Datentyp, Merker, Remanenz, Retain-Variable, Symbol, SPS-Programmierung

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