Definition und Funktionsweise:
Das Security Level beschreibt das geforderte oder erreichte Cybersicherheits-Niveau nach IEC 62443. Es reicht von SL 1 (Schutz gegen zufällige, unbeabsichtigte Fehler) über SL 2 (Schutz gegen einfache Hacker/Malware) und SL 3 (Schutz gegen gezielte Angriffe mit Spezialwissen) bis hin zu SL 4 (Schutz gegen hochmotivierte, staatliche Akteure mit massiven Ressourcen).
Relevanz für SPS und Automatisierungstechnik:
- Zielvorgabe für Anlagenbauer: Betreiber (z.B. aus dem KRITIS-Umfeld) fordern im Lastenheft zunehmend, dass eine Maschine oder Zelle mindestens ein „Target Security Level“ (SL-T) von 2 oder 3 erfüllen muss.
- Auswahl von Komponenten: Der SPS-Programmierer muss dann nachweisen, dass die verbauten Steuerungen, Firewalls und Passwort-Richtlinien dieses Level (Achieved Security Level, SL-A) in der Kombination auch tatsächlich erreichen.
→ Siehe auch: IEC 62443, Risikobeurteilung

