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Latching Definition im Glossar von SPS-Profis.de

Definition und Funktion:
Latching (Selbsthaltung oder Speicherfunktion) ist ein grundlegendes Konzept in der SPS-Programmierung und Steuerungstechnik, das es ermöglicht, einen digitalen Ausgang oder einen internen Merker dauerhaft einzuschalten (setzen), auch wenn das ursprüngliche Ansteuersignal (der Impuls) nur kurzzeitig aktiv war. Der Ausgang bleibt dann aktiv, bis er durch ein separates Signal explizit zurückgesetzt wird.

Das Prinzip ist vergleichbar mit einem Lichtschalter: Ein kurzer Druck auf den „Ein“-Taster schaltet das Licht ein, und es bleibt an, bis ein separater „Aus“-Taster gedrückt wird.

Implementierung in der SPS (Beispiel):
In grafischen SPS-Sprachen wie Kontaktplan (KOP/LD) oder Funktionsplan (FUP/FBD) wird Latching oft mit einer „Selbsthalteschaltung“ realisiert:

  • Ein Taster (z.B. „Start_Taster“) aktiviert eine Spule (z.B. „Motor_Ein“).
  • Ein Kontakt, der von dieser Spule gesteuert wird („Motor_Ein“), schließt sich parallel zum Start_Taster.
  • Wenn der Start_Taster losgelassen wird, bleibt die Spule „Motor_Ein“ über ihren eigenen Kontakt aktiv (Selbsthaltung).
  • Ein separater Taster (z.B. „Stopp_Taster“) als Öffner unterbricht den Stromkreis zur Spule und schaltet sie aus.

Moderne SPSen bieten auch spezielle Set/Reset-Anweisungen (z.B. SET / RESET, S / R, RS-Flip-Flop) für die direkte Implementierung von Latching-Funktionen.

Relevanz in der Automatisierung:
Latching ist unverzichtbar für die Steuerung vieler Funktionen in Maschinen und Anlagen:

  • Motorsteuerung: Einmaliges Drücken eines Starttasters schaltet einen Motor ein, der dann weiterläuft, bis ein Stopptaster gedrückt wird.
  • Ventilsteuerung: Ein Ventil soll offen bleiben, bis ein expliziter Schließbefehl kommt.
  • Zustandsspeicherung: Interne Merker, die den Zustand einer Maschine (z.B. „Maschine läuft“, „Fehler aktiv“) über einen längeren Zeitraum speichern.
  • Reduzierung des Programmieraufwands: Vereinfacht die Logik für das Halten von Zuständen.
  • Sicherheit: In einigen Sicherheitskreisen muss der Zustand von Relais oder Ausgängen gelatcht werden, bis ein sicherer Zustand wiederhergestellt ist.

Latching ist ein grundlegendes Konzept für die Realisierung von Steuerungslogiken, die eine „Gedächtnisfunktion“ benötigen.

→ Siehe auch: Setzen, Rücksetzen (RESET), Merker, Digitaleingang, Digitalausgang, SPS-Programmierung

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