Definition und Funktionsweise:
IT Compliance bezeichnet die nachweisbare Einhaltung aller relevanten gesetzlichen Vorgaben, branchenspezifischen Standards (wie ISO 27001) und internen Unternehmensrichtlinien zur Informationssicherheit. Das Ziel ist es, sicherzustellen, dass Systeme und Daten jederzeit integer, vertraulich und verfügbar bleiben und rechtliche Risiken minimiert werden.
Relevanz für SPS und Automatisierungstechnik:
- Ausweitung auf die Produktion (OT): Durch die IT/OT-Konvergenz machen IT-Compliance-Vorgaben nicht mehr an der Bürotür halt, sondern gelten nun oft auch für die Maschinenhalle. Das bedeutet, dass SPS-Programmierer und Instandhalter ihre Prozesse anpassen müssen.
- Nachvollziehbarkeit: Compliance erfordert in der Automatisierung beispielsweise den Nachweis, wer wann welche Änderungen am Steuerungscode oder an Sicherheitsparametern vorgenommen hat (siehe Audit-Trail).
- Gesetzlicher Druck: EU-Richtlinien wie NIS-2 machen das Management von Cyberrisiken im Bereich der Betriebstechnik (OT) zur gesetzlichen Compliance-Pflicht, bei deren Missachtung der Geschäftsführung hohe Strafen drohen.
→ Siehe auch: ISMS (Information Security Management System), Audit-Trail, NIS-2-Richtlinie

